1881 – 1963

Marie Huber-Blumberg

Marie Blumberg wurde in Weissrussland geboren, kam zum Studium der Medizin in die Schweiz und doktorierte 1906 in Zürich. Hier lernte sie in sozialistischen Kreisen den Jusstudenten Johannes Huber kennen, den sie später heiratete. Da sie über keine Schweizer Matura verfügte, durfte sie nicht als Ärztin praktizieren. Sie wohnte mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Rorschach, wo sie 1908 den Arbeiterinnenverein gründete. Sie trug massgeblich dazu bei, dass die Forderung nach Gleichberechtigung der Frauen 1912 ins Parteiprogramm der Sozialdemokratischen Partei SP aufgenommen wurde. Im gleichen Jahr reichte ihr Mann im Grossen Rat des Kantons St. Gallen eine Frauenstimmrechts-Motion ein, der erste kantonale Vorstoss in der Schweiz. Beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges organisierte sie lokal Unterstützungen. 1917 wird sie als eine der ersten drei Frauen in den Vorstand der SP Schweiz gewählt. Beim Generalstreik 1918 war sie ebenfalls involviert. Anfangs der 1920er Jahre zog die Familie nach St. Gallen. Ihr Mann und später auch ihr Sohn wurden SP-Nationalräte. Sie hielt zahlreiche Vorträge zum Frauenstimmrecht und zu allgemein politischen und medizinischen Themen. Sie organisierte jährliche Konferenzen zur Vernetzung der SP-Frauen in der Ostschweiz.
Marina Widmer


Weitere Informationen:
https://hls-dhs-dss.ch/de/arti...;

Marie Huber Blumberg

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