1874 – 1971

Mentona Moser

Mentona Moser wurde am 19.10.1874 in Badenweiler (D) als Tochter des Uhrengrossindustriellen Heinrich Moser von Schaffhausen und Fanny geb. von Sulzer-Wart geboren. Ihr Vater starb früh, sodass Mentona mit ihrer Mutter und ihrer Schwester u.a. im Schloss Au am Zürichsee aufwuchs. Erzogen von Kindermädchen blieb das Verhältnis zur Mutter zeitlebens angespannt. Letztere schickte sie in der Pubertät in ein Mädchenpensionat nach London (Wimbledon), wo ein Spaziergang in den Armenvierteln ihr soziales Gewissen weckte. Sie belegte darauf einen Kurs für Soziale Arbeit und wurde in den Slums praktisch tätig. 1901 wieder zurück in der Schweiz lernte sie ihren Mann, den späteren Oberrichter Hermann Balsiger kennen. Sie heiratete ihn und gebar zwei Kinder. In Zürich setzte sie ihre rastlose Tätigkeit für die Armen fort, gründete den ersten Blindenverein, schuf eine Fürsorgestelle für Trinker und galt als Pionierin für Soziale Arbeit. 1917 wurde die Ehe geschieden. Moser trat der kommunistischen Partei bei, eröffnete mit dem Geld der verstorbenen Mutter in Moskau ein Waisenhaus und setzte sich politisch als Leiterin der schweizerischen kommunistischen Frauengruppen u.a. auch für das Frauenstimmrecht ein. Mentona Moser starb mit 97 Jahren als Ehrenbürgerin in Berlin-Köpenik (DDR.)
Miriam Boehm, Monika Lay


Weitere Informationen:
https://de.wikipedia.org/wiki/...
https://www.geschichtedersozia...
https://hls-dhs-dss.ch/de/arti...

Mentona Moser ausgewaehltes Bild web

Stadtarchiv Schaffhausen, Datum und UrheberIn unbekannt

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